Willkommen in der Welt der Optik!

Ein Höhepunkt unter den Museen in der Ilmtal-Region ist das Deutsche Optische Museum in Jena. Es ist das einzige Museum dieser Art in Deutschland. Ernst Abbe, Carl Zeiss und Otto Schott haben die optische Industrie in Jena geprägt und weltberühmt gemacht. Das Museum zeigt optische Geräte aus fünf Jahrhunderten und gibt einen kulturhistorischen und technischen Überblick über deren Entwicklung.

Das Museum

Insgesamt gibt es hier zwölf verschiedene Bereiche, verteilt auf drei Etagen. Gezeigt werden 2.000 Ausstellungsstücke. Die Stiftung, die hinter dem Museum steht, verwaltet eine einmalige Sammlung verschiedener Objekte aus der Welt der Optik, davon wird derzeit aber nur ein kleiner Bruchteil gezeigt. Außerdem gibt es Pläne, das Museum zu einem interaktiven Erlebnisort zu entwickeln, um neben der Historie auch die neuesten Erkenntnisse in Optik und Photonik erfahrbar zu machen.

Derzeit kann man viel über die technische Optik und ihre Errungenschaften bestaunen, Mikroskop und Fernrohr, Brille und Lupe sind nur einige Beispiele. In der Ausstellung kann der Besucher die ganze Welt der Optik und ihre innovativen Entwicklungen entdecken. Sie werden erfahren, wie die Pioniere der Optik in jahrelanger Arbeit die heute noch bekannten Geräte entwickelt haben.

Die Pioniere Zeiss, Abbe und Schott

Carl Zeiss stellte nicht nur Mikroskope her, er führte auch Reparaturen an optischen Geräten anderer Hersteller durch und hatte damit eine gute Möglichkeit, die Produkte und Herstellungstechniken der Konkurrenz unter die Lupe zu nehmen. Es gelang ihm insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Ernst Abbe, die Produktion von Mikroskopen zu verbessern. Abbe kümmerte sich hier im Wesentlichen um die theoretischen Berechnungen. Ein Problem war auch die Produktion der eingesetzten Gläser. Die aus Frankreich, England und der Schweiz importierte Ware verfügte nicht über die ausreichende Qualität. Es gab kaum Auswahl und lange Wartezeiten bei der Lieferung. Eine eigene Herstellung war das Ziel. Hier kam der Chemiker und Glasspezialist Otto Schott gerade recht. Das Team Zeiss und Abbe überredete Schott zur Umsiedlung nach Jena und richtete ihm ein Labor zur Entwicklung und Produktion ein.

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