Der erste Radwanderweg in Thüringen, der durch den ADFC zertifiziert wurde, ist der 128 Kilometer lange Ilmtal-Radweg. Die Tester des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs bewerten nicht nur die Streckenführung. Es kommt vielmehr ein Prüfkatalog zur Anwendung, der bundesweit einheitlich ist. Kriterien sind die Ausschilderung, der Belag und die Sicherheit des Radweges. Auch die Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten an der Strecke gehen in die Bewertung ein. Eine besondere Stärke des Ilmtal-Radweges ist die vielfältige Streckenführung entlang der Ilm.

Streckenführung

Die Route führt meist abseits der Hauptstraßen über befestigte Wege, nur ein kurzer Abschnitt nutzt eine wenig befahrene Landstraße. Es ist keine Einsteigerstrecke, immer wieder gilt es, Anstiege zu bewältigen, Schieben nicht ausgeschlossen. Aber auch Familien mit Kindern können den Weg durchaus befahren, wenn schon etwas Erfahrung vorhanden ist.

Bei den Fahrradurlaubern ist die Strecke sehr beliebt. Eine Umfrage ergab, dass mehr als die Hälfte wiederkommen wollen. Und zwei Drittel würden ihn Freunden und Bekannten weiterempfehlen. Der Radweg bietet jede Menge Abwechslung. Das Mittlere Ilmtal und der Thüringer Wald sind nicht nur landschaftlich sehr reizvoll, man findet hier auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten.

Sehenswürdigkeiten

Der Startpunkt liegt an der Quelle der Ilm in Allzunah. In fast jedem Ort an der Strecke lohnen sich Abstecher, es gibt ein GoetheStadtMuseum in Ilmenau und ein Schaubergwerk bei Langewiesen. Eine Museumsbrauerei sowie die Senfmühle in Kleinhettstedt laden zur Besichtigung ein. Auf dem weiteren Weg durch das Ilmtal gibt es eine Karsthöhle, Mühlen, Schlösser und sehenswerte Bauernhäuser. Der Goethebrunnen in Bad Berta spendet Heilwasser.

Auch auf der zweiten Hälfte des Radwanderweges wird es nicht langweilig, zu sehen gibt es eine historische Zollbrücke. Ein Abstecher nach Weimar lohnt in jedem Fall, der Park an der Ilm und zahlreiche Museen warten auf Besucher. Die Liste der Schlösser und Parks an der Ilm will gar nicht abreißen. Es lohnt der Besuch der Wasserburg in Niederroßla, Bad Salza wartet mit Therme und Kurpark und in Sonnendorf kann man Wein direkt beim Winzer genießen.