Bierbrauen und Käsemarkt im Freilichtmuseum

Jeden Tag aufs Neue liefert die DailyDrone der Deutschen Welle einen Blick aus der Vogelperspektive. Der Blick auf die Thüringer Geschichte war im Sommer an der Reihe. Das Freilichtmuseum Hohenfelden in der Thüringer Ilmtal-Region ist ein Museum der ganz besonderen Art. Es macht die Thüringer Geschichte unter freiem Himmel erlebbar. Auf überschaubarem Raum sind hier Gebäude aus unterschiedlichen Regionen und verschiedenen Zeiten zu sehen. Zu erforschen gibt es Bauernhöfe, ein Dorfbrauhaus, eine Schule, Werkstätten und die älteste Windmühle Thüringens. Mehr als 30 Gebäude präsentieren sich den Besuchern, auch Veranstaltungen wie der Thüringer Käsemarkt und mehr sorgen für Abwechslung.

Bauerhöfe

Nicht nur die Gebäude selbst, auch die Namen sind für Besucher aus anderen Teilen Deutschlands ungewöhnlich. Die Bauernhöfe tragen Namen wie der Güglebener Hof oder Eichelborner Hof. Tatsächlich ist der Hof Hoyer aus Gügleben eines der schönsten Gebäude im Freilichtmuseum. Gügleben ist ein kleiner Ort zwischen Erfurt und Arnstadt. Hier stellten die Erbauer Anfang des 17. Jahrhunderts ihren Wohlstand zur Schau. Das Fachwerk des Wohnstallhauses ist mit reichhaltigen Schmuckformen ausgestattet. Das Gebäude wurde über viele Generationen hinweg von der Familie bewohnt, bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts. Und alle haben ihre Spuren hinterlassen.

In der benachbarten Scheune, die aus Wüllersleben stammt, ist das Museumspädagogische Zentrum untergebracht, es gibt hier Projekträume und einen Ausstellungs- und Veranstaltungssaal.

Die Salzmanns Mühle

Bis vor Kurzem stand diese älteste noch erhaltenen Bockwindmühle Thüringens in Großmehlra bei Schlotheim. Erbaut im 18. Jahrhundert war sie mehr als 200 Jahre in Betrieb. Zuletzt aber war sie von Wind und Wetter bedroht. Die Umsetzung in das Freilichtmuseum, die durch zahlreiche Förderer finanziert wurde, konnte sie vor dem Verfall retten.

Historisches Brauhaus

In Mittelthüringen gibt es eine lange Bierbrauertradition. Auch in Hohenfelden stellten die Dorfbewohner jahrhundertelang ihr eigenes Bier her. Das Brauhaus im Museum hat die Jahre überstanden und wurde nach einer Restaurierung wieder eröffnet. Ein örtlicher Brauverein bewahrt die Tradition und veranstaltet regelmäßig einen Brautag mit dunklem Gerstensaft wie zu Zeiten unserer Urgroßväter.

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